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Tödlicher Strandbesuch

Ein Opfer der hochgiftigen Gase. Foto: Damien Meyer © Damien Meyer

In der Bretagne sorgt die Alge Ulva armoricana, auch "Meeressalat" genannt, für ein Wildschweinsterben. Das warme Frühjahr verursachte eine explosionsartige Vermehrung dieser Wasserpflanze, welche seit den Sommermonaten an die bretonische Küste angespült wird. Die Behörden versuchen seit Monaten mit schwerem Gerät Herr der Lage zu werden, da der nach faulen Eiern stinkende Brei auch für Menschen nicht ungefährlich ist. Denn bei der Zersetzung der Algen werden hochgiftige Gase freigesetzt. In einer Bucht von Saint-Brieuc wurden bereits 36 tote Wildschweine gezählt. Die Regierung hat laut Presseberichten den ersten Strand für Besucher gesperrt. Umweltschützer schieben den Landwirten die Schuld zu. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft gelange immer mehr Nitrat in das Meer, was zu einer Düngung der grünen Pest führe. BS