Home News Tödlicher Jagdunfall: Jäger zu Gefängnisstrafe verurteilt

Tödlicher Jagdunfall: Jäger zu Gefängnisstrafe verurteilt

Biber-Gras © Erich Marek
Der Jäger fing einen Biber mit einer Schlagfalle (Symbolbild).

Knapp ein Jahr nach dem tödlichen Jagdunfall in Dalberg (Landkreis Kreuznach/ Rheinland-Pfalz) ist nun das Urteil gefällt worden. Im November 2018 hatte der Angeklagte bei einer Drückjagd eine 86-jährige Frau in ihrem Garten getroffen und diese tödlich verletzt. Der Jäger wurde vom Amtsgericht Bad Kreuznach schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt.

Gericht glaubt Argumentation des Jägers nicht

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 61-Jährige bewusst fahrlässig gehandelt habe. Der Jäger habe, so die Staatsanwaltschaft, leichtfertig hangabwärts geschossen und dabei die Sicherheitsvorschriften grob missachtet. Der Argumentation des Schützen, er sei bei der Schussabgabe ausgerutscht, glaubte das Gericht nicht. Zudem stellte das Gericht fest, dass der Angeklagte sich zunächst um das erlegte Wildschwein kümmerte, ehe er sich der verletzten Frau widmete, so eine Sprecherin des Amtsgerichts gegenüber der Redaktion.

Der Verteidiger des bisher nicht vorbestraften Jägers kündigte an, Berufung gegen das Urteil einlegen zu wollen.


Kathrin Führes geboren in Lingen, Jagdschein seit 2014, hat nach dem Abitur Forstwissenschaft an der TU München studiert und ist nun seit 2015 bei der PIRSCH.
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