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Zu Tode gequält

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Dienstag, 17.03.2015 - 01:00
Dies ist eine der Metallspitzen des lautlosen Tatwerkzeugs. Foto: Forstamt © Forstamt
Dies ist eine der Metallspitzen des lautlosen Tatwerkzeugs. Foto: Forstamt

Ein Spaziergänger entdeckte den getöteten Damhirsch im „Lechpark Pössinger Au“. Der Täter hatte wohl versucht, seine Beute mit Reisig zu verblenden. Das etwa vier Jahre alte Tier wurde zuvor mehrmals beschossen – jedoch wurde es dabei nicht tödlich verletzt. Um das Stück zu erlegen, durchtrennte der Unbekannte die Drossel des angehenden Schauflers. Anschließend schnitt er dem weißen Hirsch ein faustgroßes Stück Wildbret aus der Keule.
Neben Schwarzwild befinden sich aktuell etwa 45 Stück Damwild im Gehege. Insbesondere Letzteres ist durch den Besucherverkehr und die Handfütterungen sehr zutraulich.
Mitarbeiter des städtischen Forstamtes entdeckten bei der Untersuchung des Kadavers drei Einschusslöcher und fanden den Hinweis für das Tatwerkzeug: "Im Körper steckte noch ein Teil einer rasierklingenscharfen Bolzenspitze", bestätigte der Polizeisprecher Franz Kreuzer im Gespräch mit der Redaktion. Als Waffe vermuten deshalb die Beamten von Polizei und Forstamt eine Armbrust. „Die ganze Geschichte ist schon extrem“, sagte Kreuzer. Man ermittle wegen Sachbeschädigung und Verstößen gegen das Tierschutzgesetz. Konkrete Hinweise habe man jedoch noch nicht. Zeugen werden deshalb gebeten, sich an die Polizei Landsberg unter der Telefonnummer 08191 9320 zu wenden.
MH