Home News Tod eines Islandpferdes wirft Fragen auf

Tod eines Islandpferdes wirft Fragen auf

© Kay-Helge Hercher

Seit dem Pfingstwochenende sorgt der Fall eines erschossenen Pferdes auf einer Weide nahe Siegen (Nordrhein-Westfalen) für Aufruhr. Als die Besitzerin am Morgen des Pfingstmontag auf die Weide kam, um nach ihren Tieren zu sehen, fand sie ihr totes, weißes Islandpferd mit Schusswunden vor. Seither ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft. Auf Nachfrage der Redaktion beim zuständigen Staatsanwalt, erklärte dieser, dass das Pferd zwei Schüsse gehabt habe: Einen Durchschuss und einen Steckschuss im Bereich des Halses. Das Geschoss des Steckschusses wurde sicher gestellt und wird momentan noch untersucht. Ein Querschläger wird von der Staatsanwaltschaft ausgeschlossen.

Täter bisher unbekannt

Das tote Tier wurde morgens von seinen Besitzern gefunden.

Zudem fanden die Beamten bislang nicht identifizierte Fußspuren zu dem toten Pferd hin und wieder von dem Tier weg. Dies lässt darauf schließen, dass der Schütze den toten Hengst selbst bemerkt haben muss. Dennoch tappen die Ermittler bisher im Dunkeln, wer auf das Pferd geschossen hat. In lokalen Jägerkreisen wird vermutet, dass es sich um eine Verwechslung beim Einsatz von Nachtsichttechnik bei der Pirsch auf Schwarzwild handeln könnte. 

 

Ähnlicher Fall: Ein Verfahren gegen einen anderen Pferdeschützen wurde im Frühjahr eingestellt.


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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