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Tierschutzbeauftragter legt Amt ab

Kann sich mit der Führung des JGHV nicht mehr identifizieren; Prof. Dr. Hans Wunderlich. Foto: HW © HW

Kann sich mit der Führung des JGHV nicht mehr identifizieren; Prof. Dr. Hans Wunderlich. Foto: HW


Anlass war damals die Problematik "lebende Ente" in Schleswig-Holstein und die Rolle des Tierschutzbeauftragten einerseits, sowie des Präsidiums andererseits, bei einem Gutachten dazu. Wunderlich kritisierte in dem Schreiben aber auch den Führungsstil des Präsidiums. Wörtlich heißt es dort: "Ein solches Konzept ist nicht geeignet, die aktuellen Herausforderungen für den Verband zu lösen. (...) Mit einem solchen Führungsstil kann ich mich nicht identifizieren."
Der JGHV reagierte in einer Stellungnahme dazu überrascht. Offenbar hatte Wunderlich seinen Schritt bereits im März angekündigt, denn der Verband schreibt: "Obwohl er doch noch gegenüber dem Präsidium seine Bereitschaft erklärt hatte, das Amt bis zur Bestellung eines Nachfolgers auszufüllen und einen ordnungsgemäßen Übergang zu gewährleisten, verschafft er sich jetzt selbst einen solchen Abgang, den er eigentlich nicht verdient hätte."
Den Vorwurf, man habe Wunderlich disziplinieren wollen, weist der JGHV wiefolgt zurück: "Es ging darum, Verständnis und Loyalität gegenüber dem Verband einzufordern. Tierschutzrelevante Themen dürfen kein Selbstzweck werden, sie müssen in die gesamte Arbeit des Präsidiums eingebunden sein."
Gleichzeitig werden Wunderlich aber auch Fehleinschätzungen vorgeworfen. So zum Beispiel sein Auftritt beim ÖJV im Saarland.Dieser hätte "die dort politisch Verantwortlichen auf den Plan gerufen, die tierschutzrechtliche Zulässigkeit eines Saugatters von anderen unabhängigen Gutachtern hinterfragen zu lassen."
Und Abschließend: "Wer heute mit dem Kopf durch die Wand will, hat die aktuellen Herausforderungen unserer Zeit nicht erkannt. Das Präsidium wird die Nachfolgefrage jetzt zügig klären. JMB