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„Tierschutz hat viele Facetten“

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Mittwoch, 21.10.2015 - 02:00
Staatsministerin Ulrike Scharf (li.) übergab den Preis an Ferdinand Baer.  Foto: DJV/ Preisträger © DJV
Staatsministerin Ulrike Scharf (li.) übergab den Preis an Ferdinand Baer. Foto: DJV/ Preisträger

Ferdinand Baer, der stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Falkenorden e.V. (DFO), ist seit über 15 Jahren ehrenamtlich in der Pflege und Wiederauswilderung verletzter Vögel tätig. Sein Schwerpunkt liegt dabei auf der Pflege von Greifvögeln und Eulen. Als Plattform dient ihm die Auffang- und Pflegestation des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) in Regenstauf, deren ehrenamtliche Leitung er seit 2010 innehat.
„Tierschutz hat viele Facetten. Und gerade der Tierschutz im Bereich Wildtiere und insbesondere Greifvögel und Eulen setzt ein hohes Maß an Wissen über die Lebensweise und den Umgang und die Haltung dieser Tiere voraus, weshalb gerade Falkner sich gut in diesem Bereich einbringen können“, so Baer in einer Stellungnahme gegenüber dem Deutschen Jagdverband (DJV) anlässlich der Preisverleihung.
DJV und DFO wiesen im Zusammenhang mit der Auszeichnung gemeinsam darauf hin, dass Eine Vorbereitung zur Auswilderung in der Natur nur dann erfolgversprechend ist, wenn Arten wie Habicht, Wanderfalke oder Sperber mit falknerischen Methoden auf ihr Leben in Freiheit vorbereitet werden. Auf die Aufnahme von verletzten Greifvögeln spezialisierte Auffangstationen, die oft im Ehrenamt von Falknern und Jägern betrieben werden, pflegen mehrere Hundert Patienten pro Jahr und leisten mit ihrer professionellen Arbeit einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in Deutschland.
Den mit 10.000 Euro dotierten Preis teilt sich Ferdinand Baer mit zwei weiteren Preisträgern, der Tierschutzinitiative Haßberge e.V. und der Tiertafel München e.V., die ebenfalls ausgezeichnet wurden. Ein Sonderpreis ging an die Bullterrier Lobby e.V. Schweinfurt. Die Jury für den Tierschutzpreis setzt sich aus Vertretern von Staatsministerium, Tierschutzbeirat, Tierschutzorganisationen, Wissenschaft und Landwirtschaft zusammen.
PM/RJE