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Tierquäler vergiftet Wild in Berlin

Einer der tot aufgefundenen Füchse.


In den vergangenen drei Wochen wurden die Kadaver von 13 Füchsen und einem Frischling in der Wohnsiedlung Hakenfelde entdeckt. Ein weiterer Reineke war noch am Leben, als man ihn fand. Er soll stark gekrampft haben. In der Kleintierklinik der Freien Universität Berlin musste er dann eingeschläfert werden. Woran die Tiere gestorben sind, ist zum aktuellen Zeitpunkt allerdings noch unklar. Die Bewohner der Siedlung, rund um die Vorsitzende des Ortsvereins Beate Seeliger, halten es jedoch für wahrscheinlich, dass sie vergiftet wurden. Dafür spricht auch der Fund von Ködern.

Diese und ein Teil des Wildes wurden am Donnerstag (8. Juni) an die zuständige Amtstierärztin zur Untersuchung gegeben. „Der Verdacht einer Vergiftung und dass die Köder bewusst ausgebracht wurden liegt nahe“, erklärt die Veterinärin gegenüber jagderleben. Die Polizei ist über die Vorfälle unterrichtet und hat ihre Ermittlungen aufgenommen. Seeliger kritisiert im Gespräch mit unserer Redaktion aber, dass man erst jetzt reagieren würde. Schon seit Wochen mache man auf das Problem aufmerksam, schließlich wären auch kleine Kinder gefährdet.


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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