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Tiere fressen nun mal Tiere

Vor interessierten Zuschauern: Der Tierarzt beim Zerwirken der Giraffe. Foto: Screenshot youtube © Screenshot

Es geht um den Zoo in Kopenhagen (Dänemark). Dort wurde ein Giraffen-Bulle geschlachtet, weil er überzählig war und ihn kein anderer Tierpark haben wollte. Die Zoo-Verantwortlichen kündigten an, dass man das Tier töten, öffentlich sezieren und später an die Löwen verfüttern werde. Wer sich das „Schauspiel“ ansehen wollte (aber nicht musste!), konnte dies tun. Wie zu erwarten war, kochten die Gemüter von selbsternannten Tierschützern hoch. Eine Online-Petition und eine Spontan-Demo stimmten die Zoowärter jedoch nicht mehr um.
Schließlich wurde das Tier „human und absolut tierschutzgerecht mit einem Bolzenschussgerät getötet“, wie der Biologe Volker Grün vom Zoo Duisburg weiß. Anschließend zerlegte ein Tierarzt vor zahlreichen Zuschauern (darunter auch Eltern mit ihren Kindern) den langhalsigen Paarhufer.
Viele Medien machten daraus „das Zoo-Drama von Kopenhagen“. Deswegen hat Grün in diesen Tagen viele Presseanfragen, die er freudig und offenkundig beantwortet, um „dem normalen, schnitzelessenden Bürger“ die Augen zu öffnen: „Zootiere werden an Zootiere verfüttert.“ Auch in Deutschland – und das ist laut Tierschutzgesetz absolut in Ordnung. „Seit Jahrzehnten werden im Kopenhagener Zoo Ponys und Pferde den Löwen zum Fraß vorgeworfen. Auch ist es gang und gäbe, dass Sektionen von Schlachttieren vorgeführt werden“, berichtet Grün gegenüber jagderleben. Warum gerade jetzt das Thema skandalisiert wird, weiß niemand.
BS


Einen Filmbeitrag zu dem Thema finden Sie hier.

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