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Thüringen: Zoff geht weiter

Bastbock auf der Drückjagdstrecke: In Thüringen bald ein gängiges Bild? Foto: Gerd v. Hebel © Hebel Gerd von

In Thüringen strebt das Forstministerium weiterhin die versuchsweise Verlängerung der Jagdzeit auf den Rehbock bis 15. Januar an. Ein entsprechendes "Empfehlungsschreiben" des Ministeriums an die unteren Jagd- und Forstbehörden von fünf Landkreisen, der kreisfreien Stadt Erfurt und sechs "Versuchsforstämtern" forderte die unteren Jagdbehörden auf, den nach wie vor sehr umstrittenen, fast zeitgleich von Prof. Müller, TU Dresden, eingegangenen Antrag zu unterstützen.
Die unteren Jagdbehörden lehnten den Antrag nach heftigen Protesten durch die Jägerschaften ab. Jetzt will das Ministerium in Erfurt in einer Verordnung die Aufhebung der Schonzeit für Rehböcke vom 16. Oktober bis 15. Januar in den sechs Landesjagdbezirken regeln. Das Ministerium begründet die Schonzeitaufhebung bis zum Jagdjahr 2011/12, um jagdwissenschaftliche Forschung zu ermöglichen. "In diesem Zeitraum sollen mit geänderten Jagdstrategien die Auswirkungen des Rehwildes auf die Entwicklung der natürlichen Waldentwicklung untersucht werden", heißt es in der Begründung.
Der Landesjagdverband lehnt dieses Vorhaben ab. Er erneuerte seinen Standpunkt, dass eine Jagdzeitenverlängerung auf den Rehbock wildbiologisch nicht vertretbar sei. RS