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Thüringen: kleine Schritte beim Schalldämpfer

Gesundheitsschutz: Schalldämpfer reduzieren den Schussknall wirkungsvoll.


Trotz langer Abstimmungsgespräche zwischen Innenministerium und Landwirtschaftsministerium konnte in Thüringen bisher keine Einigung über die Aufhebung des Verbots von Schalldämpfern erzielt werden. Dies betätigte das Landwirtschaftsministerium auf Nachfrage der Redaktion. Es werde jedoch einige Ausnahmen geben, die man zunächst als das derzeit Erreichbare akzeptieren würde. Insgesamt gehe das bisherige Ergebnis dem Landwirtschaftsministerium jedoch nicht weit genug.

Landwirtschaftsministerium will sich weiter für Schalldämpfer einsetzen

Die Planungen sehen folgendes vor: „Ausnahmen vom Verbot der Verwendung von Schalldämpfer können für die Jagd auf Schalenwild mit Jagdlangwaffen von der zuständigen Behörde erteilt werden, wenn dies zum Schutz der körperlichen Unversehrtheit, insbesondere zum Schutz der Gesundheit des Jägers erforderlich ist und ein besonderes Bedürfnis als

1. Berufsjäger oder Mitarbeiter der Landesforstanstalt oder

2. zur Tierseuchenvorbeugung und Bekämpfung von Tierseuchen vorliegt (Schalldämpferberechtigung).“

In beiden Fällen muss die Vorraussetzung nachgewiesen werden, und die Erlaubnis wird nur befristet erteilt.

Bislang handelt es sich um einen Gesetzesentwurf, der zunächst noch durch mehrere Instanzen angehört werden muss und erst anschließend dem Landtag vorgelegt wird. Das Landwirtschaftsministerium will sich weiterhin für eine unbefristete Aufhebung des Verbots von Schalldämpfern einsetzen.


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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