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Terrier verenden nach Aujeszky-Infektion

Nicht immer ist der direkte Kontakt zwischen Jagdhund und Sau vermeidbar. Foto: Foto Schilling


Während einer Drückjagd auf Schwarzwild haben sich Ende November zwei Parson Russell-Terrier im Großraum Stockerau (Niederösterreich) mit dem Aujeszky-Virus infiziert. Sie wurden auf die interne Abteilung der Veterinärmedizinischen Universität Wien verbracht, wo sie jeweils weniger als 48 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome verendeten.
Die Sektionsbefunde samt den Ergebnissen der immunhistochemischen und histologischen Untersuchungen bestätigten die Infektion mit dem Virus. Offiziell gilt Österreich seit Juni 1997 als Aujeszky-frei. Allerdings bezieht sich dieser Status nur auf Hausschweine, der Schwarzwildbestand bleibt hingegen meist unbeachtet.
Jagdhunde, die im Arbeitseinsatz - sei es bei Drückjagden oder bei der Nachsuche - Kontakt mit Schwarzwild haben, setzen sich in einem erhöhten Maße dem Risiko aus, mit dem Aujeszky-Virus infiziert zu werden.
Für Deutschland warnte das Bundeslandwirtschaftsministerium noch einmal eindringlich vor der Gefahr einer Infektion. In erster Linie sollte man zur Vermeidung einer Infektion mit dem Aujeszky-Virus keinen Aufbruch von Schwarzwild an Jagdhunde verfüttern und den Kontakt mit noch lebenden oder gestreckten Sauen (Bewinden der Strecke etc.) so gering wie möglich halten oder vermeiden. Ein Impfstoff gegen das Virus existiert für Jagdhunde bislang nicht. DIT