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Terrier beißt Führer

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Donnerstag, 18.09.2014 - 02:00
Symbolbild: Deutscher Jagdterrier nach erfolgreicher Nachsuche. Foto: M. Meyer © M. Meyer
Symbolbild: Deutscher Jagdterrier nach erfolgreicher Nachsuche. Foto: M. Meyer

Ein 61-jähriger Jäger wurde am Montag, den 15. September, im Bereich der „Mariasdorfer Höhe“ (Bezirk Oberwart) zur Nachsuche gerufen. Angesetzt auf die Wundfährte des Rehes, das sich bei einem Verkehrsunfall verletzt hatte, kam der Jagdhund wohl von der Spur ab und fand einen toten Hasen. Daraufhin zeigte sich der Deutsche Jagdterrier äußerst aggressiv, griff seinen Führer an und biss ihm mehrfach in Hände, Beine und Bauch. Schwer verletzt gelang es dem Jäger seinen unkontrollierbaren Jagdgefährten an ein Verkehrsschild anzuleinen bis die von einem Passanten zur Hilfe gerufenen Polizeibeamten eintrafen.
Da alle Versuche des Jägers seinen Hund zu beruhigen fehlschlugen und um weitere Gefahr abzuwenden, bat er die Ordnungshüter den Terrier zu erschießen. „Der Hund wurde von einem Polizisten mit zwei Schüssen getötet“, berichtete ein Polizeisprecher gegenüber der Redaktion. Anschließend wurde der Verletzte ins Krankenhaus gebracht.
Wie jagderleben erfahren hat, handelt es sich bei dem Jäger um einen erfahrenen Rüdemann, der sich sowohl mit der Hundeausbildung als auch mit Nachsuchen ausgekannt haben soll. Ob der sechsjährige Rüde Prüfungen abgelegt hatte, konnte nicht geklärt werden. Den Vierbeiner hatte der Grünrock vor etwa 2,5 Jahren aus einem Tierheim geholt. In dieser Zeit sei er aber in keiner Weise auffällig geworden. Der Waidmann befindet sich noch immer im Krankenhaus.
MH