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Nach Telefonterror: Jagdschein und WBK weg

Gar nicht spaßig: Mit einem sogenannten Lachsack terrorisierten die Täter das Ehepaar (Symbolbild). © RW

Der ehemalige Jagdscheininhaber war von einem Gericht zu einer einjährigen Bewährungsstrafe wegen vorsätzlicher Nachstellung verurteilt worden. Gemeinsam mit einem Mittäter hatte er ein Ehepaar mehr als ein Jahr lang mit nächtlichen Anrufen terrorisiert. Nach dem Urteil forderte der zuständige Landkreis die Waffenbesitzkarte des Mannes zurück und zog auch seinen Jagdschein ein.

Dagegen klagte er jetzt - jedoch ohne Erfolg. Am Verwaltungsgericht in Koblenz sah man in seinem Handeln eine besondere Rücksichtslosigkeit und fehlendes Verantwortungsgefühl. Aus diesem Grund sei seine waffenrechtliche Zuverlässigkeit nicht mehr gegeben. Die Vorgehensweise der Behörde stuften die Richter als rechtmäßig ein: Wenn eine Person wegen einer vorsätzlichen Straftat zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr verurteilt ist, wird nach dem Gesetz ihre waffen- und jagdrechtliche Unzuverlässigkeit für die Dauer von zehn Jahren vermutet. Nach Ansicht des Gerichts liege es damit auf der Hand, dass dem Mann keine Waffen anvertraut werden könnten. Es fehle ihm die notwendige Charakterstärke, heißt es in einer Pressemitteilung weiter. Gegen diese Entscheidung können die Beteiligten die Zulassung der Berufung durch das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz beantragen. PB

Bei ihren Anrufen verwendeten die Täter einen "Lachsack":