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Technik gegen Wildunfälle

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Dienstag, 05.05.2015 - 02:00
v. l.: Karl Lautner (Straßenerhaltungsdienst), Heinz Gach (Landesjägermeister), Gerhard Kurzmann (Landesrat), Wolfgang Steiner (Projektleiter), Barbara Fiala-Köck (Naturschutzombudsfrau). Foto: Land Steiermark © Land Steiermark

Mehrere Tausend Datensätze haben die steierischen Jäger den Experten von der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) zur Verfügung gestellt. Durch die Analyse der Wildunfallmeldungen der letzten fünf Jahre, gelang es Streckenabschnitte mit konstant hohen Unfallzahlen herauszufiltern. Nun erprobt das Gemeinschaftsprojekt „Wildtierschutz und Verkehrssicherheit Steiermark“, das von der steirischen Jägerschaft, der Tierschutzombudsstelle, dem Straßenerhaltungsdienst und der BOKU Wien Ende letzten Jahres gegründet wurde, Verbesserungen, die sich im praktischen Einsatz bewähren sollen.
Nach der Datenauswertung sind die Akteure gerade dabei, 9,5 Landstraßen-Kilometer in Bezirken der Südoststeiermark und Voitsberg mit modernsten Wildwarngeräten auszurüsten. „Insgesamt werden 520 optische und 120 akustische Warngeräte montiert“, sagte Karl Lautner, Leiter des Straßenerhaltungsdienstes.
Karl Sirowatka Geschäftsführer der Steierischen Landesjägerschaft erklärte, dass es zukünftig darum ginge, auf Basis der beiden Referenzstrecken, weitere Hotspots ausfindig zu machen. „Zudem testen wir, welcher Mix (Modelle, Farben) von Reflektoren am besten funktioniert.“
Landesjägermeister Heinz Gach spricht im Idealfall von einer „Win-Win-Win-Situation“ für alle Beteiligten. Ziel sei es, die Verkehrssicherheit zu verbessern und tierisches Leid zu vermindern.
Die Kosten von 70.000 Euro teilen sich das Land Steiermark mit 40.000 Euro und die Jägerschaft mit 30.000 Euro.
PM/MH