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Tausende Hippos auf Abschussliste

Jagdhelfer an einem erlegten Flusspferd (Symbolbild). Foto: Julia Numßen © Julia Numßen

Wie die „Kölnische Rundschau“ berichtet, habe die Jagd bereits vor wenigen Tagen begonnen. Der Plan ist, in den nächsten fünf Jahren jeweils 400 der Dickhäuter erlegen zu lassen. Begründet wird die Entscheidung damit, dass die Verbreitung des Milzbrand-Erregers im Luangwa-Flusstal eingedämmt werden soll. Der Bazillus anthracis hat nach Angaben der sambischen Regierung vor knapp 30 Jahren tausende Tiere dahingerafft.
Laut dem „Robert Koch Institut“ stehen am Anfang der Ansteckungskette mit Anthrax in der Regel pflanzenfressende Säugetiere. Durch den Verzehr von nicht vollständig durchgegartem Fleisch können sich Menschen anstecken, unbehandelt ist die Krankheit häufig tödlich.
Die Weltnaturschutzunion (IUCN) schätzt den Hippo-Bestand in Sambia auf etwa 40.000 Exemplare, wodurch der Binnenstaat im südlichen Afrika weltweit das größte Vorkommen der Art beheimatet. Allein in dem besagten Luangwa-Tal sollen bis zu 25.000 Flusspferde leben. Dennoch stuft die IUCN die Bestände als "gefährdet" ein. Grund dafür seien Wilderer, die es auf das Fleisch und auf das Elfenbein der Paarhufer abgesehen haben.
BS
Hier sehen Sie einen spannenden Filmbeitrag zur Flusspferd-Jagd: