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"Taliban-Trappe" geschossen

Der vermeintliche Bomben-Vogel. Foto: Screenshot NBC NEWS


Es klingt kurios. Eine mit einem GPS-Sender versehene Kragentrappe stellte für afghanische Kämpfer eine Gefahr dar. Ihre Vermutung: Terroristen haben dem truthahngroßen Vogel eine Bombenweste verpasst. Sie feuern auf das Tier und töten es. Dabei sei es regelrecht explodiert, so die Polizisten.
Wie die „Liga Vogelschutz“ berichtet, konnte jedoch die Beringung Aufschluss geben. Und zwar wurde der Vogel von Wissenschaftlern des „Zentrums für Trappenschutz in den Vereinigten Arabischen Emiraten (ECCH)“ beringt und besendert. Die Art steht auf der Roten Liste, die IUCN schätzt die Gesamtpopulation auf unter 100.000 Exemplare. Allein in den vergangenen 20 Jahren sei der Besatz um ein Drittel zurückgegangen. Als Grund dafür nennen die Umweltschützer Zerstörungen, beziehungsweise Verbauungen der natürlichen Habitate sowie Wilderei.
Der Vorfall liegt bereits zwei Jahre zurück, doch erst jetzt berichtete die "Liga Vogelschutz" im Sozialen Netz darüber. Der Abschuss stieß auf internationales Interesse, so informierte zum Beispiel auch der US-amerikanische Sender "NBC NEWS" damals über die vermeintliche "Bomben-Trappe".
BS