Tag des Ehrenamts: Jäger ausgezeichnet

Jagdhornbläser gaben der Veranstaltung einen feierlichen Rahmen. (Foto: JMB)



Der "Internationale Tag des Ehrenamtes" wird jährlich am 5. Dezember begangen. Im Zusammenhang damit werden in Deutschland traditionell Personen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich für die Gesellschaft engagiert haben. Immer wieder sind unter den geehrten Persönlichkeiten auch Jäger. Im Landkreis Deggendorf (Niederbayern) stand die diesjährige Ehrung aber ganz im Zeichen der Jagd. Landrat Christian Bernreiter überreichte im Namen von Ministerpräsident Horst Seehofer Kreisjagdberater Fritz Nirschl und dem Ehrenvorsitzenden der BJV-Kreisgruppe Deggendorf, Hermann Sedlmeier, das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten.
Mit diesem Ehrenzeichen wird in Bayern seit 1994 das ehrenamtliche Engagement von Bürgern gewürdigt, die sich vor allem im örtlichen Bereich verdient gemacht haben. Im Rahmen einer Feierstunde im Landratsamt würdigte Landrat Bernreiter im Besein von Oberbürgermeisterin Anna Eder (Deggendorf) und 2. Bürgermeister Thomas Etschmann (Osterhofen) aus den Heimatgemeinden der beiden zu Ehrenden deren Verdienste.
Fritz Nirschl ist seit 1972 in verschiedenen Funktionen zunächst in der BJV-Kreisgruppe Deggendorf tätig gewesen. Seit 1982 Mitglied des Jagdbeirats, wirkte ab 2002 als Kreisjagdberater. In dieser Funktion und auch in anderen Gremien, wie dem Naturschutzbeirat, habe sich Nirschl als "Vertreter eines pragmatischen Naturschutzes", aber auch als "Mann des Ausgleichs", hohes Ansehen bei Jagd, Forst, Naturschutz und den Grundeigentümern erworben, so der Landrat.
Hermann Sedlmeier führte bis zum Frühjahr 2009 über 20 Jahre lang die BJV-Kreisgruppe Deggendorf als deren Vorsitzender. Schon zuvor war er in verschiedenen Funktionen für sie tätig. In seine Amtszeit fiel auch die Ausrichtung von gleich zwei Landesjägertagen in Deggendorf. Besondere Verdienste hat sich Sedlmeier bei der Integration der Jäger aus dem Altlandkreis Vilshofen erworben. Diese waren im Zuge der Landkreisgebietsreform zu Deggendorf gelangt. Mit viel eigeninitiative setzte sich Sedlmeier immer wieder und an verschiedenen Stellen für die Verbesserung der Lebensräume des Niederwildes und den Erhalt der Kulturlandschaft ein.

Beide Geehrten zeichne eine tiefe Verbundenheit mit den Menschen und der Natur in ihrer Heimat aus. Ihnen ist Jagd als gelebter Naturschutz ein Anliegen, für das sie sich schon seit Jahrzehnten ehrenamtlich engagieren. Mit der Verleihung des Ehrenzeichens des Ministerpräsidenten wurde dieser Einsatz jetzt öffentlich gewürdigt.
Auch die Jägerschaft des Landkreises ist stolz auf die Auszeichnung zweier ihrer Mitglieder. Damit, so Vertreter der Kreisgruppe, sei neben den herausragenden persönlichen Verdiensten der beiden Geehrten auch der Stellenwert der Jagd als gesamtgesellschaftliches Anliegen unterstrichen worden. Zu der Feierstunde war daher auch die Führungsspitze der BJV-Kreisgruppe Deggendorf erschienen. Mitgebracht hatte sie ein Jagdhornbläsergruppe, welche die Veranstaltung feierlich umrahmte. JMB