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SVLFG: Schalldämpfer sind kein Ersatz für Gehörschutz

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Mittwoch, 01.07.2020 - 18:00
Schalldaempfer-Hochsitz © Rasso Walch
Wie sehr minimieren Schalldämpfer den Schusskanal tatsächlich? Dazu hat die SVLFG eine Versuchsreihe veröffentlicht.

Lange wurde dafür gekämpft, seit kurzem dürfen nun Jäger in ganz Deutschland ohne Ausnahmegenehmigung und Voreintrag Schalldämpfer erwerben. Nun veröffentlichte die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) eine Untersuchung zum Spitzenschalldruckpegel am Ohr des Schützen. Dabei wurden verschiedene Vergleichsmessungen mit und ohne Schalldämpfer durchgeführt (hier finden Sie den Bericht).

Wie die SVLFG berichtet, sei ohne Schalldämpfer ein Spitzenschalldruckpegel im Mittelwert zwischen 146,3 dB und 165,1 dB und mit Schalldämpfer ein Mittelwert von 135 dB und 148,3 dB gemessen worden. Die Sozialversicherung führt weiter aus, dass der festgelegte Grenzwert bei 137 dB liegt und der „bloße Einsatz eines Schalldämpfers in den meisten Fällen nicht ausreichend“ ist.

Kritik vom Schalldämpfer-Experten

Schalldämpfer-Experte Christian Neitzel sieht die durchgeführte Untersuchung kritisch. Die Verkürzung der Ergebnisse auf einen einzigen Satz: „Trotz Schalldämpfer kann nur durch einen geeigneten Gehörschutz eine irreparable Schädigung des Gehörs vermieden werden“ sei überspitzt, nicht allgemeingültig und würde auch die Ergebnisse der Untersuchungen nicht wirklich widerspiegeln. Welche Erfahrungen der Experte selbst mit eigenen Messreihen gemacht habe und wie diese einzuschätzen sind, erläutert Dr. Christian Neitzel in der aktuellen PIRSCH 12/ 2020.


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