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Sturz nach Sabotageakt

Angesägte Leitersprosse: Peter Hupfer stürzte beim Besteigen seines Hochsitzes schwer.  Foto: LJVB/Björn Bethe © LJVB/Björn Bethe

Der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) hat den Fall jetzt öffentlich gemacht. In der diesbezüglichen Pressemitteilung verurteilt er die Tat schwer: „Wer so heimtückisch handelt, möchte wehrlosen Menschen körperlichen Schaden zufügen und nimmt ihren Tod billigend in Kauf“. Weiter meint LJVB-Präsident Dr. Wolfgang Bethe dazu: „Wir sind über die kriminelle Energie entsetzt.“
Peter Hupfer aus Oranienburg wollte in der Nacht vom 29. auf den 30. Mai auf Wildschweine jagen. Um 0.30 Uhr bestieg er seinen Hochsitz , doch beim Erklimmen der Leiter brach plötzlich eine Sprosse. Der Jäger stürzte aus knapp zwei Metern Höhe rückwärts auf seinen Kopf. „Ich hätte tot sein können“, entsetzt sich Hupfer. Und weiter: „Der Holm wurde von unten so angesägt, dass ich das gar nicht sehen konnte.“
Doch er hatte Glück im Unglück. Nachdem er eine Weile benommen am Boden liegen geblieben war, konnte er laut LJVB noch selbstständig in die Notaufnahme fahren. Dort stellte man eine schwere Stauchung der Halswirbelsäule fest, „Ich kann meinen Kopf nicht bewegen und mir ist oft schwindelig“, beschreibt Hupfer seine Beschwerden. „Gebrochen ist glücklicherweise nichts.“
Dass es sich um Sabotage handelt, daran gibt es offenbar keinen Zweifel. Der LJVB zitiert den zuständigen Beamten mit den Worten: „So glatt bricht kein Holz“.

Der Landesjagdverband ruft die Jägerinnen und Jäger im Land zu erhöhter Aufmerksamkeit auf. Es ist nicht auszuschließen, dass diese Tat kein Einzelfall ist.
PM