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Streuobstwiese statt Christbaumkultur

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Sonntag, 06.11.2011 - 01:10
Gemeinsam für das Wild: Jäger und Förster pflanzten Obstbäume. Foto: PM © PM
Gemeinsam für das Wild: Jäger und Förster pflanzten Obstbäume. Foto: PM

Nach der Rodung einer ehemaligen Christbaumkultur auf einer Fläche der Bayerischen Staatsforsten haben Forst und Jäger gemeinsam eine Streuobstwiese angelegt. Damit soll der Lebensraum für das Wild so verbessert werden, dass Verbissschäden im Wald reduziert werden. Der Forstbetrieb übernahm die Arbeitskosten und die Jäger spendeten die Bäume. Dazu der Vorsitzende der Jägervereinigung, Georg Fuchs: "Unser Projekt ist ein gelungenes Beispiel, dass die Zusammenarbeit zwischen Staatsforsten und Jägern in unserer Region funktioniert. Auch, wenn wir nicht immer einer Meinung sind, ziehen wir doch am gleichen Strang. Wir bringen Wald und Wild unter einen Hut." Forstbetriebsleiter Jann Oetting: „Es ist auch in meinem Interesse als Förster, Flächen zu schaffen, auf denen das Wild seinen natürlichen Bedürfnissen nachkommen kann. Durch die Anlage solcher Äsungs- und Ausgleichsflächen hoffen wir, den Verbiss im Wald gemeinsam mit den Jägern auf sanfte Art zu reduzieren.“

Insgesamt wurden 20 Obstbäume gepflanzt, die einzeln gezäunt werden, sodass zwischen den Apfelbäumen genug Äsungsfläche für das Wild verbleibt. Daneben soll zudem Platz für einen Wildacker bleiben. Alle Beteiligten wollen in den nächsten Jahren aufmerksam beobachten, wie sich die gemeinsame Idee weiterentwickelt. PM