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Strenge Pachtauflagen beim Staat

Der baden-württembergische Landesbetrieb "ForstBW" verpachtet zum 1. April 2010 wieder einige seiner staatlichen Eigenjagdbezirke. Allerdings sind an die Vergabe ganz erhebliche Pachtbedingungen geknüpft: Die von der Unteren Forstbehörde festgesetzten Abschusspläne müssen erfüllt werden. Nichterfüllung der Abschusspläne sowie Nichtbefolgen von Anordnungen über Verminderung des Wildbestandes gelten als Grund zur vorzeitigen Kündigung des Jagdpachtvertrages. Die Maßnahmen zur Verhütung von Wildschäden hat der Pächter zu 100 Prozent zuzüglich der Umsatzsteuer zu tragen. Zur Vermeidung beziehungsweise Verringerung der Kosten erhält der Pächter Gelegenheit, Maßnahmen nach fachlicher Anleitung durch Forstbedienstete in Eigenleistung zu erbringen.
Fütterungen zur Ablenkung von Schwarzwild sind im Jagdbezirk nicht zulässig. Für alle Schäden, die durch das Wild verursacht werden, hat der Pächter Ersatz zu leisten. Trifft das Los einen Jagdpächter, der nicht ortsansässig ist, muss ein örtlicher Beauftragter des Jagdpächters bestellt werden. Der örtliche Beauftragte muss zudem Jagdscheininhaber sein. Der Pächter verpflichtet sich, mit seiner Jagdfläche an Revierübergreifenden Bewegungsjagden auf Schalenwild teilzunehmen.
Pachtfähige Interessenten, die ihren Hauptwohnsitz in Baden-Württemberg haben und nicht Eigenjagdbesitzer, Jagdpächter, Mitpächter, Unterpächter oder Inhaber eines entgeltlichen Jagderlaubnisscheines sind, können sich auf eines der Reviere einmal bewerben. Die Vergabe der Reviere erfolgt am 27. Januar 2010 durch das Regierungspräsidium Freiburg unter Aufsicht des Justitiars im Losverfahren. Eine Teilnahme einzelner Bewerber an der Verlosung sei wegen der vielen Bewerbungen nicht möglich. BHA