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Streit um die Zukunft der Löwen

Mähnenlöwe: Bedrängter König der Savanne. Foto: Eva Pum © Eva Pum

Um die Bestände dieser Großkatze ist es nicht am besten bestellt; das wenigstens ist unbestritten. Doch schon bei der Frage nach den Ursachen für den Rückgang, scheiden sich die Geister. Während Tierschutzorganisationen gerne die in einigen Ländern Afrikas erlaubte Löwenjagd dafür verantwortlich machen würden, verweisen Experten vor allem auf den zunehmenden Lebensraumverlust.
Noch weniger Einigkeit herrscht bei der Frage, wie der Löwenpopulation am wirkungsvollsten zu helfen sei. Das geht aus einem Beitrag hervor, den das Magazin „Spiegel“ (19/2013) veröffentlicht hat. Während einige Wissenschaftler dabei auf Managementpläne, Herdenschutz und Aufklärung der Bevölkerung setzten, sehen andere die Lösung eher in eingezäunten Großschutzgebieten. Der „Spiegel“ zitiert den Löwen-Fachmann Craig Packer dahingehend, dass dieser nach 35 Jahren Feldforschung nicht mehr an die friedliche Koexistenz von Mensch und Löwe glaube. Daher sollten beide Spezies voneinander getrennt werden. Begründung: Eingezäunte Schutzgebiete seien nicht nur wesentlich billiger als Managementprogramme, sie seien für die Löwenpopulation auch viel vorteilhafter.
Wer mag, der kann aus dieser Diskussion auch Parallelen zum Umgang mit dem Wolf in Deutschland ziehen. Anstatt der Bevölkerung eintrichtern zu wollen, dass der Wolf ein ungefährliches Tier sei, sollte über Wolfsschutzgebiete - zum Beispiel auf Truppenübungsplätzen - nachgedacht werden. Außerhalb davon könnten Jäger dafür sorgen, „dass beide Spezies von einander getrennt bleiben“.
JMB