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Streit um Wildruhezonen

Das Betretungsverbot für die geplanten Wildruhezonen geht dem Pegnitzer Bürgermeister zu weit. Foto: Michael Breuer © Michael Breuer

Ruhe bekommen soll das Rotwild im Kreis Bayreuth. Dafür spricht sich die Untere Jagdbehörde aus. Sie will im Veldensteiner Forst zwei rund 400 Hektar große Ruhezonen für das Edelwild ausweisen. Dort soll ein Betretungsverbot vom 15. November bis 15. April herrschen. Der betroffenen Stadt Pegnitz geht diese Idee zu weit, da es sich um "das Naherholungsgebiet der Stadt handelt", so Herbert Lauterbach, geschäftsleitender Beamter der Stadt, gegenüber der Redaktion. Ein Verbot von Anfang Dezember bis Ende Februar sei auch für Bürgermeister Uwe Raab (SPD) ausreichend und akzeptabel. Die Stadt Auerbach sieht sich als Anreiner an den Veldensteiner Forst vor ein ähnliches Problem gestellt. Dabei war ursprünglich sogar der Zeitraum 1. November bis 30. April vorgesehen.
Die wichtigsten Strecken und die für den Tourismus attraktiven Punkte sind nicht betroffen. Lediglich ein einizger Wanderweg, bestätigte Lauterbach, verlaufe durch eine der geplanten Zonen. Insgesamt beträgt die Gesamtfläche des Rotwildreviers etwa 6.600 Hektar. Für beide Schutzzonen würden gerade einmal sechs Prozent abgezwackt. Derzeit ist nicht klar, ob und in welchem Umfang die Verordnung umgesetzt wird.
Bettina Diercks /BS