Home News "Streckenmeldung" der Berliner Polizei

"Streckenmeldung" der Berliner Polizei

Die Polizei versucht, das Leiden der Tiere zu verkürzen (Symbolbild). Foto: Jens Krüger


Das Vorkommen von Füchsen bis hin zu Wildschweinen in Berlin ist weit über die Stadtgrenzen hinweg bekannt. Ebenso, dass ausgewiesene Stadtjäger ehrenamtlich versuchen die Tiere von Schrebergärten und Spielplätzen fernzuhalten, sowie ihrer Population einzudämmen. Auch um krankes und verunfalltes Wild kümmern sich die Waidmänner. Doch nicht immer ist es den Freiwilligen möglich zeitnah vor Ort zu sein, wenn es darum geht die Polizei kompetent zu unterstützen.
Allein 62 mal mussten die Berliner Beamten daher im vergangenen Jahr selbst zur Schusswaffe greifen, um verletzte, verhaltensauffällige oder angriffslustige Tiere zu töten. Zur Strecke kamen so 25 Füchse, 21 Schwarzkittel, sechs Rehe und je ein Bussard, Dachs, Fasan, Hase, Schwan und Waschbär. Außerdem wurden drei aggresive Hunde, sowie eine Katze erschossen. Im Jahr 2015 waren es laut der Behördenstatistik insgesamt 57 solcher Einsätze, bei denen den Tieren häufig unötiges Leiden erspart wurde.
An dieser Vorgehensweise übt der innenpolitischen Sprecher der Linken Hakan Tas laut "Berliner Morgenpost" und "BZ-Berlin.de" Kritik. Demnach solle man eher Konzepte für besseren Tierschutz erarbeiten, beispielsweise eine Tierambulanz. Des Weiteren fordert er, dass man sich seitens der Polizeiführung Alternativen zum Schusswaffengebrauch überlegt.
RW
 


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
Thumbnail