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Straßburg: Jäger-Demo für das Rotwild der Vogesen

Deutsch-französische Allianz in Sachen Rotwild (vorne v.l.): Gerard Lang, Knut Wälde und Kurt Alexander Michael. Foto: BHA © BHA

Die Anordnung des Staates und vor allem der Forstverwaltung, das Rotwild in den Vogesen drastisch zu reduzieren, hat in Frankreich rund 1800 Jäger auf die Straße gebracht. Mit Jagdhornklängen und Plakaten machten diese jüngst auf dem belebten Place Kléber in Straßburg auf ihr Anliegen aufmerksam.
„Rettet den Hirsch“ stand auf den Transparenten, manche Waidgenossen hatten auch Geweihe auf Helme gespannt und diese auf den Kopf gesetzt. Das alles hatte einen sehr ernsten Hintergrund: Nachdem im vergangenen Jahr der Abschuss um rund 60 Prozent erhöht worden war, fürchten die Jäger jetzt um den Erhalt der Art. „Die effektive Reduktion des Hirsches verhindert den genetischen Austausch, trennt die Populationen voneinander und gefährdet somit den bestand der Hirsche“, erklärte Gérard Lang, der Präsident der regionalen Fédération des Casseurs du Bas-Rhin.
Ein Bestand von ein bis zwei Stück Rotwild je 100 Hektar, wie er von der Forstbehörde und dem Umweltministerium gefordert wurde, kommt nach Ansicht der Jäger einer Erosion gleich. Daher die Demonstration, die zeitlich vor der Festlegung der neuen Abschusszahlen stattfand.
Deutsche Jäger zeigten sich solidarisch: Über den Rhein waren aus Baden-Württemberg der stellvertretende Landesjägermeister Knut Wälde und aus Rheinland-Pfalz LJV-Präsident Kurt Alexander Michael angereist, um an dem Protestzug teilzunehmen. BHA/RJE