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"Strahlend" in den Urlaub

© Erich Marek

Wer mit dem Flugzeug in den Urlaub reist, bekommt dabei mehr radioaktive Strahlung ab wie beim Verzehr von einem 400-Gramm-Wildschwein-Steak. Und das selbst dann, wenn der zulässige Grenzwert von 600 Becquerel je Kilogramm Fleisch um ein Mehrfaches überschritten sein sollte.
Diese Erkenntnis des Bundesamts für Strahlensschutz hat die in Hamburg erscheinende Wochenzeitung "Die Zeit" zitiert. Demnach würde das besagte Steak, wenn es mit 2000 Becquerel belastet wäre, strahlungsmäßig genauso zu Buche schlagen wie beispielsweise ein Flug von "Frankfurt nach Gran Canaria".
"Die Zeit" beschäftigt sich in in ihrer jüngsten Ausgabe in mehreren Artikeln mit den Folgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im April 1986. Ein Beitrag schildert die aktuelle Situation beim Schwarzwild. Wohltuend sachlich werden die Zusammenhänge erklärt und geschildert, welche Regionen hauptsächlich betroffen sind.Es wird zudem anerkennend darauf verwiesen, dass esder Jägerschaft gelungen sei, in Eigenverantwortung über die Jahre hinweg ein dichtes Netz von Messstellen aufzubauen und zu betreiben.
Wie ernsthaft die Kontrollen durchgeführt werden, lässt sich auch anhand der gezahlten Entschädigungen für verworfenes Wildbret ermessen. Diese, so "Die Zeit",sei gemeinsam mit den Wildschweinbeständen und den Messstellen angewachsen: Von 10.000 Mark im Jahre 1996 auf 424.650 Euro im vergangenen Jahr. RJE


Josef-M. Bloch JAGDERLEBEN.DE-Redaktionsleiter. Jagdscheininhaber seit 1987, ab 1997 in verschiedenen Funktionen für die dlv-Jagdmedien tätig.
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