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Straftaten mit Waffengebrauch rückläufig

Übersicht der Verteilung der Straftaten mit Schusswaffen. Foto: BKA © BKA

Seit Jahren ist die Zahl der Straftaten gegen das Waffengesetz und die Verwendung von Schusswaffen bei Straftaten rückläufig. So konstatiert das BKA auch, das nur in 0,2 Prozent aller von der "Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS)" erfassten Straftaten Waffen eingesetzt wurden und dass „das für die Bevölkerung aus der Waffenkriminalität resultierende Gefährdungspotential daher insgesamt als gering zu bewerten ist.“
Im Jahr 2013 wurden 31.440 Straftaten gegen das Waffengesetz gemeldet, 1.225 oder 3,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Rückläufig ist auch die Zahl der Tatverdächtigen: Sie hat um 4,7 Prozent auf 30.387 abgenommen, der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen daran betrug rund 21 Prozent. Abgenommen hat auch der Einsatz von Schusswaffen bei Straftaten: Von 10.828 auf 10.093 Fälle (- 7 %). Dabei wurde in 4.940 Fällen (2012: 5.696) mit einer Schusswaffe „gedroht“. Mit rund 51 beziehungsweise 37 Prozent aller Fälle machten die Straftatengruppen „Raub, räuberische Erpressung“ sowie „Bedrohung“ die größten Teilmengen aller Straftaten davon aus. In immerhin 5.153 Fällen (2012: 5.132) wurde auch mit der Waffe geschossen. Bei den Schussabgabe stellten Sachbeschädigungen, wie die Schussabgabe auf Verkehrsschilder (1643 Fälle/ 32 %), den größten Anteil. In 141 Fällen wurden bei „Straftaten gegen das Leben“ (Mord, Totschlag) Schusswaffen verwendet.
Zu beachten: Aus der PKS geht nicht hervor, ob die bei der Tat verwendete Schusswaffe aus legalem oder illegalem Besitz stammt, bzw. ob es eine scharfe oder sonstige Art von Schusswaffe (beispielsweise Schreck-/Reizstoff-/Spielzeugpistole) war. Dass der Anteil der legalen Waffen jedoch sehr gering ist, zeigt sich darin, dass sich von den 412 an Tatorten sichergestellten Waffen – davon rund 30 % erlaubnispflichtige Waffen – nur 4,7% in legalem Besitz befanden. Scheinbar ist auch die Bundesregierung der Auffassung, dass weniger die legalen Waffenbesitzer ein Risiko für die öffentliche Sicherheit darstellen. Sie hat zumindest die Einführung einer verpflichtenden Abfrage bei den Verfassungsschutzbehörden abgelehnt, berichtet heute der Deutsche Jagdverband (DJV). Der entsprechende Antrag zur Prüfung der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit durch Verfassungsschützer kam vom Land Niedersachsen.
Angaben macht die PKS übgrigens auch zu Jagdwilderei (§ 292 StGB): Hier sind 1.040 Fälle vermerkt, ein Anstieg um rund 20 Prozent gegenüber 2012 (864). Und in 84 Fällen (2012: 91) wurden Straftaten nach dem Bundesjagdgesetz registriert.
JD/DJV

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