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Strafmilderung für Luchs-Schützin

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Sonntag, 31.01.2016 - 01:10
Aus der Schweiz: Dieses Tier wurde für das Luchsprojekt des Nationalparks freigelassen. Foto: R. Mayr © R. Mayr
Aus der Schweiz: Dieses Tier wurde für das Luchsprojekt des Nationalparks freigelassen. Foto: R. Mayr

Bereits im November 2015 musste sich eine Frau vor dem Landesgericht Steyr verantworten: drei Monate Bewährungsstrafe und eine Geldzahlung von 2880 Euro entschied der Richter (wir berichteten hier). Gegen dieses Urteil legte die Angeklagte Berufung ein. Am vergangenen Mittwoch verhandelte nun das Oberlandesgericht erneut über den Fall und milderte das Ersturteil. Laut "ORF" wurde die bedingte Haftstrafe von drei Monaten aufgehoben und die Geldstrafe von 2.880 Euro auf 1.920 Euro herabgesetzt. Der Senat hätte seine Entscheidung damit begründet, dass der Tatbestand der Tierquälerei nicht erfüllt sei. Mutwilligkeit wäre der Beklagten nicht nachzuweisen. Am zweiten Anklagepunkt (Schädigung des Tier- und Pflanzenbestand) habe das Gericht jedoch festgehalten. Gleichzeitig sei der Nationalpark Kalkalpen, der durch den Tod des Tieres Schadensansprüche in Höhe von 12.100 Euro gestellt hat, auf das Zivilgericht verwiesen worden.
Für den Park-Chef Dr. Erich Mayrhofer kam das jetzige Urteil sehr überraschend, sagte er im Gespräch mit der Redaktion: „Es handelt sich um eine erhebliche Strafmilderung.“ Von Seiten des Nationalparks suche man zunächst eine einvernehmliche Lösung. Im Falle einer Nichteinigung werde man den Zivilrechtsweg bestreiten, versichert Mayrhofer.
MH