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Strafe für Schwarte im Revier


Ein Naturfotograf, auf der Suche nach Nutrias, entdeckte bei Wippingen (Landkreis Emsland, Niedersachsen) die Reste eines Schwarzkittels. Der Fall zieht nun ungeahnte Konsequenzen für einen Jäger nach sich.

Der Jagdausübungsberechtigte des Reviers hatte im Osten Deutschlands ein Stück Schwarzwild erlegt und mit nach Hause genommen. Die Zerwirkabfälle entsorgte er offen im eigenen Revier. Der Landkreis Emsland hat deshalb nun ein Verfahren eingeleitet.

Entsorgung von Wildresten nur im selben Revier

Grundsätzlich ist die Entsorgung von Resten eines Wildtieres im Revier gestattet. Allerdings nur, wenn das Stück auch aus dem entsprechenden Revier stammt. Im Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest liegt zudem ein besonderes Augenmerk auf Aufbrüchen und anderen Überresten von Wildschweinen. Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat die Jäger aufgefordert, auf Schwarzwildteile im Revier zu verzichten.

Die ASP-Gefahr spielt in dem laufenden Verfahren jedoch keine Rolle, wie die Osnabrücker Zeitung das Büro des Landrats zitiert: Die aktuellen Fälle aus Belgien hätten vorerst keine Auswirkung auf die Jagd im Emsland. Die Jäger seien ausreichend geschult um bedenkliche Merkmale im Zusammenhang mit der ASP zu erkennen.

Den Jäger im Emsland erwartet in diesem Fall dennoch ein Ordnungswidrigkeitsverfahren. CL


Christian Liehner Redaktionsvolontär bei den dlv-Jagdmedien. Aufgewachsen am Bodensee. Jagdschein während des Studiums der Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg.
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