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Strafe für Landwirt

Ausgemähtes Rehkitz: In diesem Fall war es vermutlich sofort tot. Foto: Jens Krüger © Jens Krüger

Schwer verletzt ließ der Mann das junge Wildtier an der Unfallstelle zurück. Ein später hinzugerufener Jäger sah schon von Weitem das Kitz und erlöste es. Die Staatsanwaltschaft Bonn hatte Anklage wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erhoben und eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen gefordert. Der Richter verdoppelte das Strafmaß. Der Fahrer des Kreiselmähers wurde zu 60 Tagessätzen à 50 Euro (3000 Euro) verurteilt. Seiner Auffassung nach hätte der Traktorist das angemähte Stück gesehen. Dennoch habe er seine Arbeit fortgesetzt und das Jungtier, dem einen Bericht des „Kölner Stadt-Anzeiger“ zufolge die Läufe teilweise durchtrennt waren, einfach liegen lassen. Auch hätte man dem Jagdpächter vor dem Mähen Bescheid geben müssen.
Wie die Direktorin und Pressesprecherin des Amtsgerichtes Euskirchen, Petra Strothmann-Schiprowski, gegenüber jagderleben mitteilte, sei das Urteil aber noch nicht rechtskräftig. Zudem gehe der Richter „nicht davon aus, dass es rechtskräftig wird“.
PB/MW/BS

Aktualisierung

Wie die Sprecherin des Amtsgerichtes auf Nachfrage von jagderleben bestätigte, ist das Urteil nun rechtskräftig. Der Landwirt habe, auch zur Verwunderung des Richters, kein Rechtsmittel eingelegt.
MW