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Strafanzeige nach Wildunfall

Wildunfälle lassen sich oft nicht vermeiden: Dass man die Kollision allerdings meldet, ist das Mindeste (Symbolbild).


Am Samstag gegen 4:30 Uhr kam es zu dem Zusammenstoß zwischen Pkw und Bock auf einer Kreisstraße bei Röllbach (Landkreis Miltenberg in Bayern). Statt die Polizei oder den zuständigen Jagdpächter über den Unfall zu informieren, fuhr der Fahrzeuglenker allerdings weiter. Das Stück Rehwild lief in einen angrenzenden Acker. Etwa drei Stunden später wurde es von einem anderen Autofahrer entdeckt. Dieser informierte die Polizeiinspektion Obernburg am Main, welche eine Streifenwagenbesatzung schickte. Sie mussten das schwerverletzte Tier von seinen Qualen erlösen.

Erst gegen 15:30 Uhr meldete sich dann der eigentliche Unfallverursacher bei den Beamten, um sie über das Geschehen in Kenntnis zu setzen - zu spät. Da er eine viel zu lange Leidenszeit des Rehs in Kauf genommen hatte, muss er jetzt mit einer Strafanzeige rechnen. Ein Polizeisprecher warf dem Mann im Gespräch mit jagderleben vor allem „Gedankenlosigkeit“ im Bezug auf den Tierschutz vor. PM

 


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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