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Strafanzeige nach Seeadler-Totfunden

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Im vergangenen Jahr sind mindestens vier Seeadler durch das Insektengift Mevinphos getötet worden. Dieses Ergebnis von Untersuchungen im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin hat dazu geführt, dass die Kieler Umweltministerin Juliane Rumpf (CDU) zusammen mit dem Landesjagdverband Strafanzeige gestellt hat. Ein Seeadler hatte zudem vier Schrotkugeln im Körper, die aber nicht todesursächlich waren.
Mevinphos sei seit 2007 in der EU verboten, in Deutschland bereits seit 1990. Offensichtlich legten bisher unbekannte Täter gezielt präparierte Köder aus. Womöglich sollen so Füchse und anderes Raubwild getötet werden. Der Tod der Seeadler und anderer Greifvögel werde billigend in Kauf genommen.
Ein Seeadler wurde im Juni 2010 zwischen Güster und Fitzen im Kreis Herzogtum Lauenburg gefunden. Eine Häufung spielte sich in der Gemeinde Gothendorf im Kreis Ostholstein ab: Ein toter Seeadler im Januar 2010 und zwei tote Vögel Ende September 2010 waren die traurige Bilanz. BHA