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Strafanzeige gestellt

Um diese Falle geht es: ein mit Gummibacken modifiziertes Tellereisen, eine Soft-Catch-Trap. Foto: CS © CS

Weitere Details zum Wolfsfang im Rahmen des Projekts „Wanderwolf“ geht aus der Antwort des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft hervor, die auf Anfrage der Abgeordneten Jana Pinka (Fraktion DIE LINKE) an den Landtag basiert.
Das seit 2012 laufende Projekt ist bis Dezember 2014 befristet. Jährlich dürfen durch das beauftragte Wildbiologische Büro LUPUS bis zu fünf Wölfe mit Soft-Catch-Traps und kanadischen Belisle-Fußschlingen gefangen werden. Bisher wurden drei Wölfe gefangen und besendert, zwei davon im Mai 2013. Bei ihnen handelte es sich um Welpen versorgende Fähen, wie das Ministerium bestätigte. Die Projektkosten von 24.800 Euro pro Jahr übernehmen das Sächsische Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft, die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe, der Internationale Tierschutz-Fonds sowie NABU und WWF. Die Finanzierung der Sender, Fallensender und deren Zubehör erfolgt ausschließlich durch das Ministerium. Über die Höhe des Betrages wurden keine Angaben gemacht.
Auf die Frage der Landtagsabgeordneten Pinka, ob in anderen Bundesländern oder Staaten abweichende Methoden zur Feststellung des Wanderverhaltens der Wölfe angewandt werden, antwortet das Umweltministerium: „Weitere Projekte, in denen Wölfe gefangen und besendert wurden, gab es bisher nicht.“ Das ist unzutreffend. Im Nachbarland Sachsen-Anhalt wurden ebenfalls Grauhunde durch das Wildbiologische Büro LUPUS gefangen und besendert, beispielweise Jungwölfin „FT5“ (Tina). Das geht unter anderem aus der LUPUS-Projektinformation vom 7.12.2011 hervor.
RS