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Stormarner Jäger fordern Wildbrücke

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Samstag, 07.08.2010 - 15:08

Sieben Querungshilfen für Wild sind für Schleswig-Holstein geplant. Mindestens eine weitere fordern jetzt die Jäger aus dem Kreis Stormarn für ihre Region. Kreisjägermeister Klaus Klemm und Kreisjägerschaftsvorsitzender Hans-Joachim Herrmann halten so einen Bau über die Bundesautobahn 1 am Beimoorwald bei Großhansdorf für erforderlich. Besonders Rotwild wird dort in seinem Wanderverhalten durch die A1 gebremst. Der Kreisumweltausschuss hat sich bereits mit dem Vorschlag angefreundet. Die Abgeordneten haben einen einstimmigen Beschluss gefasst und die Verwaltung damit beauftragt, künftig bei Straßenbauvorhaben Bund und Land dazu zu bewegen, die vorgeschlagenen Grünbrücken zu realisieren. Argument: Laut Statistik ereignen sich in Höhe Beimoorwald zahlreiche Wildunfälle.
Für die Bundesstraße 404 (B404) könnten sich die Waidmänner ebenfalls eine Querungshilfe vorstellen, da dort immer wieder Wildschweine direkt am Straßenrand bei der Futtersuche beobachtet werden. Die Kosten für eine Grünbrücke belaufen sich auf bis zu zwei Millionen Euro. In der Vergangenheit hat der Bund aus dem Konjunkturpaket II dafür Mittel zur Verfügung gestellt. Schleswig-Holstein verfügt bereits im Kreis Segeberg in Negernbötel über die A21 und seit 2009 in Strukdorf über die B404 über zwei Wildquerungshilfen. Letztere wurden innerhalb kürzester Zeit von Rotwild angenommen. In Negernbötel hielt im April diesen Jahres erstmals eine Kamera Rotwild auf der 2008 fertig gestellten Grünbrücke fest (Link zum Clip siehe unten).
Der Bund Deutscher Steuerzahler rügt indes immer wieder den Neubau dieser Bauprojekte und hält die Investitionen für zu hoch. Bettina Diercks

Bild: Grünbrücke über die Autobahn bei Hilter (Niedersachsen) Foto: Bettina Diercks