Home News Störung der Totenruhe: Dachs als "Täter"

Störung der Totenruhe: Dachs als "Täter"

Ausgerechnet in den Wochen vor Allerheiligen trieb ein Dachs auf dem Friedhof in Bonn-Poppelsdorf (Nordrhein-Westfalen) sein Unwesen.
Friedhofsbesucher alarmierten die Polizei, nachdem sie Knochenreste (darunter wohl auch von menschlichen Schädelknochen) auf dem Gelände verstreut gefunden hatten. Dies berichtet der Westdeutsche Rundfunk (WDR)in seinem Regionalprogramm.
Ein auf dem Gräberfeld beheimateter Dachs geriet in den begründeten Verdacht, der "Täter" zu sein. Ihm wird "Störung der Totenruhe" vorgeworfen. Da spielt es wohl auch keine Rolle, dass der Dachs "Wildtier des Jahres" 2010 ist. Ein Jäger hatkürzlich mehrere Lebendfangfallen an unzugänglichen Stellen des Areals fängisch gestellt. Der Friedhofsgärtner hat den Auftrag, diese täglich zu kontrollieren. In der WDR-Sendung zeigt der Mann wenig Verständnis für das Treiben von Grimmbart; sollte die Fangaktion nicht erfolgreich sein, plädiert er für den Abschuss.
Dagegen hat sich jedochbereits im Vorfeld Widerstand aufgebaut, nämlichseitens des Umweltauschusses der Stadt: Dort ist man gegen die "Todesstrafe auf dem Friedhof".Stadtverordnete Dr.Beate Bänsch-Baltruschat von den "Grünen" kündigte in dem Bericht an, man werde stattdessen versuchen, den "seltenen" Dachs durch das Ausbringen von parfümiertem Menschenhaar zu vergrämen. Kommentar des Moderators: Dasei der nächste Anruf bei der Polizei wohl schon vorprogrammiert. JMB (Foto Dachs: Erich Marek)