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Machen Sie Stimmung!

Kommt das Verbot, könnte es z. B. auch mit dem Andenken an den sibirischen Lebensbock aus sein. Foto: CS


Denn dieser kann bis zum 18. April die Forderung nach einem Einfuhrverbot mit seiner Signatur unterstützen. Laut Auslandsjagdexperte Dr. Rolf Baldus ist es demnach gerade jetzt wichtig, möglichst viele Politiker zu kontaktieren und für die eigenen Interessen zu sensibilisieren. Nach Fristablauf wird die schriftliche Erklärung an den Europäischen Rat und die EU Kommission weitergeleitet. Dort soll sie die Grundlage für einen politischen Prozess bilden, der auf ein Verbot der Einfuhr von Trophäen, insbesondere von solchen, die Artenschutzregelungen unterliegen, hinauslaufen könnte. Dieses Verfahren wurde von den Gegnern nachhaltiger Wildtiernutzung auch in der Vergangenheit schon erfolgreich angewandt, zum Beispiel bei der Initiave zum Verbot aller Seehundprodukte.
Ins gleiche Horn stößt der Deutsche Naturschutzring (DNR), Dachverband der deutschen Tier- und Umweltschutzorganisationen (übrigens auch Nabu, BUND und ÖJV). Er hat gemeinsam mit diversen Verbänden Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks dazu aufgerufen, die Auslandsjagd auf geschützte Arten einzudämmen. Bis auf weiteres, so fordert es der DNR, sollen die Einfuhrgenehmigungen für Arten, die der EU-Artenschutzverordnung unterliegen, gestoppt und die Einfuhr von Jagdtrophäen auf den Prüfstand gestellt werden. Auch fordern sie die Revidierung der bisherigen Genehmigungserteilung für Tophäen von Wildarten wie Elefanten, Löwen, Leoparden und Breitmaulnashörnern. In anderen Ländern wie Australien, Frankreich oder USA sind Tröphäeneinfuhren bestimmter Wildarten wie Löwen schon gestoppt, auch Großbritannien erwägt Importverbote.
KN/BS/PM