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Steinwildreviere größer als erwartet

Der Sender des Steinbocks namens "Cio" ist inzwischen ausgefallen. Foto: G. Gressmann/LR Salzburg © G. Gressmann/LR Salzburg

Nach bisherigen Ergebnissen gibt es einen Austausch zwischen den verschiedenen inzwischen rund 1.000 Tiere umfassenden Steinwildkolonien im Nationalpark Hohe Tauern. Jäger beobachteten einige der markierten Tiere in Bockverbänden, kurz darauf aber auch in anderen, räumlich weit voneinander getrennten Rudeln. Die Größe der Steinwildreviere, die über den Alpenhauptkamm reichen und bis zu 13.600 Hektar umfassen, bestätigt die Notwendigkeit eines revierübergreifenden Wildtiermanagements.
Mit der Neubesenderung eines Bockes und einer Geiß in Kärnten sowie des Senderwechsels eines bereits besenderten Bockes in Salzburg konnten neue Daten gesammelt werden. In Zukunft sollen keine Tiere mehr neu besendert werden, sondern die Datenreihen – welche mittlerweile zwölf verschiedene Wildziegen liefern – ausgewertet und mit den Ergebnissen aus dem Schweizerischen Nationalpark verglichen werden. Die Daten eines Steinbocks aus dem Seidlwinkltal (Salzburger Land) zeigen unter anderem, wie sehr bei Neugründungen von Steinwildpopulationen die Einstandswahl der Tiere vom Freilassungsort beeinflusst wird. BHA