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Steinwild attackiert Wanderer

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Mittwoch, 06.08.2014 - 02:00
Die Bergretter im Einsatz. Foto: aktivnews.de © aktivnews.de
Die Bergretter im Einsatz. Foto: aktivnews.de

Der Bergsteiger war am Sonntag, den 3. August, mit seinem Hund auf einer Seehöhe von ungefähr 2.400 Metern, als er mit dem Tier im wahrsten Sinne des Wortes zusammenstieß. Gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur „APA“ gab der Salzburger an, dass „der Steinbock ihm quasi entgegengekommen ist.“ Zuerst habe der sich auf seine Hündin gestürzt. Als diese Zuflucht bei ihrem Herrchen suchte, attackierte das Stück beide. Das erste Mal hätte er davonkommen können, doch beim zweiten Angriff erwischte ihn das Tier von hinten mit seinem Gehörn. Der 45-Jährige fiel zu Boden, das Sprunggelenk und Wadenbein sind gebrochen. Erst da ließ das Stück von ihm ab, blieb aber bis zum Eintreffen des Rettungshubschraubers in wenigen Metern Entfernung bei dem Verletzten. Das bestätigte auch der Pilot des Helis, der den Mann mit seiner Crew in das Landeskrankenhaus Salzburg brachte.
„So etwas haben wir hier noch nie erlebt“, berichtete Hans Niederberger, 1. Vorsitzender der Berchtesgadener Jägerschaft, im Gespräch mit jagderleben. Auch er kann sich das aggressive Verhalten nicht wirklich erklären. „In der Brunft können Böcke schon mal angriffslustig sein, aber die haben wir ja derzeit nicht.“ Eine andere Möglichkeit wäre, dass sich der Wanderer zu nah einem Lamm genähert habe und ein Stück dieses beschützen wolle. „Die Touristen wollen halt überall hin und nehmen dabei keine Rücksicht aufs Wild“, kritisiert der Jäger.
BS