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Steinbock Wilderer verurteilt

Zum Vergleich: die Gesamtpopulation des Alpensteinbocks in Bayern beträgt etwa 800 Stück (Symbolbild). Foto: Erich Marek


Vergangenen Juli wurde der Täter von Mitarbeitern des kantonalen Amtes für Tiere und Umwelt gestellt. Dabei gestand er, dass er am Vortag einen Steinbock gewildert hätte. Darüber hinaus soll er die illegale Erlegung von zwei weiteren Stücken Steinwild, sowie einem Reh zugegeben haben. Laut der "Neue Zürcher Zeitung" hat der Mann bei der Gerichtsverhandlung angegeben, dass er das Wild zum Eigenkonsum geschossen habe. Er war weder Jäger, noch im Besitz eines gültigen Jagdpatents. Die Waffe des Wilderers war nicht registriert.
Dies kam ihn teuer zu stehen, insgesamt muss er für die Tat 9.800 Schweizer Franken (CHF) zahlen. 2.800 CHF sind Geldstrafe beziehungsweise Verfahrenskosten, die restlichen 7.000 CHF sind Schadensersatz für den Abschuss einer geschützten Tierart. Des Weiteren wurde die Waffe des Schützen vernichtet. Bei Preisen von bis zu 20.000 CHF für die Erlegung einer Bergziege im Kanton Wallis erscheint die Strafe für den Wilderer allerdings fast schon gering.
Nach Angaben des Amts beträgt der Steinwildbestand im Kanton Waadt circa 500 Stück. Die Population teilt sich in fünf Kolonien auf, von denen drei bejagt werden dürfen. Dabei werden maximal 30 Tiere pro Jahr erlegt. Anders als im Wallis kann der Abschuss aber nicht gekauft werden. Er wird durch eine Auslosung unter den Waidleuten, die einen Jagdschein in Waadt erworben haben, verlost.
RW