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Staupe bei Waschbär und Fuchs nachgewiesen

Waschbären tragen zur Verbreitung von Krankheiten bei. Foto: Curt Cappel © Curt Cappel
Waschbären tragen zur Verbreitung von Krankheiten bei. Foto: Curt Cappel © Curt Cappel

Waschbären tragen zur Verbreitung von Krankheiten bei. Foto: Curt Cappel

Im Jahr 2011 waren im Rahmen einer Untersuchungsreihe zur Feststellung eines Befalls mit Spulwürmern von Revierinhabern 38 Waschbären im Veterinäramt des Landkreises Hameln-Pyrmont angeliefert worden. Der Spulwurmbefall wurde nachgewiesen.
Zusätzlich häuften sich im letzten Winter Meldungen über Waschbären, die bewegungsunfähig in Gärten oder Scheunen gefunden worden waren und keinerlei Fluchtverhalten zeigten. Die Tiere waren weder abgekommen noch zeigten sich deutliche Veränderungen am Balg. Nach dem Erlegen wurden sie im Veterinärinstitut Hannover untersucht. Bei drei Waschbären konnte das Staupevirus nachgewiesen werden. Damit liegt zum ersten Mal in Niedersachsen der Nachweis einer relativ hohen Infektionsrate beim Waschbären vor. Der Befall mit Spulwürmern wurde zusätzlich diagnostiziert.
Bei Untersuchungen von Füchsen, die bereits im letzten Herbst und Winter ein ähnlich auffälliges Verhaltensmuster gezeigt hatten, wurde ebenfalls eine Staupeinfektion diagnostiziert. Hier waren von acht eingesandten Rotröcken fünf an Staupe erkrankt.
Der Nachweis von Staupe und der Befall mit Spulwürmern mahnt zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Wildtieren. Außerdem zeigt er, wie wichtig ein zuverlässiger Impfschutz der Jagdhunde ist. Jürgen Ziegler