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Staupe: Kranker Luchs muss erlöst werden

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Sonntag, 01.11.2020 - 07:02
Luchs-Garten © Hochtaunuskreis
Der Luchs lag tagelang in einem Garten im Hochtaunuskreis, bevor er eingefangen und untersucht wurde.

Ein Luchs in Hessen wurde aufgrund seiner Staupeerkrankung erlöst. Der Kuder streifte Anfang September über einen Sportplatz im Hochtaunuskreis. Daraufhin verzog er sich in einen Privatgarten, in welchem er sich mehrere Tage aufhielt. Die zuständigen Behörden entschieden sich dazu, das Tier zu betäuben und zur weiteren Diagnostik in den Opelzoo Frankfurt zu bringen. Ziel war, den Luchs nach weiteren Untersuchungen ggf. wieder auszuwildern. Er wurde deshalb an eine mit Luchsen erfahrene Wildtier- und Artenschutzstation übergeben. 

Ansteckung durch Waschbären?

Die dortigen Tierärzte stellten fest, dass das Tier an Staupe litt, die irreversible Schäden des Gehirns mit sich bringt. Zuletzt konnte der Luchs sich nicht mehr selbstständig putzen und auch nicht mehr fressen, weshalb der Luchs eingeschläfert werden musste. Bestätigt wurde der Verdacht durch eine pathologische Untersuchung.

Der Luchsbeauftragte im Harz, Ole Anders, gab auf Rückfrage der Redaktion an, dass er sich durchaus vorstellen könnte, dass der Luchs sich ggf. durch den Riss eines infizierten Waschbären mit dem Staupevirus angesteckt haben könnte. 


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