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Staupe festgestellt

Erlegter Rotrock (Symbolbild). Foto: Jens Krüger


Nachgewiesen wurde die Krankheit bei zwei Füchsen aus den Gemeinden Übersee und Unterwössen. Die Tiere waren auffällig geworden, weil sie vollständig ihre Scheu gegenüber Menschen verloren hatten. Die Kadaver wurden zur Untersuchung an das Tierseuchenlabor des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit übergeben, wo man jetzt den Virus nachgewiesen hat.
Das Landratsamt rät allen Hundehaltern, den Impfschutz ihrer Vierbeiner zu überprüfen und gegebenenfalls zu erneuern. Für Menschen ist die Krankheit ungefährlich. Bei Wildtieren wird die Staupe überwiegend von Füchsen, Dachsen, Mardern, Iltissen und Wieseln übertragen. Doch auch Seehunde können befallen werden. Das Virus sorgte 1988 dafür, dass fast 60 Prozent des Gesamtbesatzes eingegangen ist. Ein weiterer Seuchenzug im Jahr 2002 verkleinerte die restliche Wattenmeerpopulation nochmals um die Hälfte. Impfaktionen von Wildtieren, ähnlich wie es bei der Tollwut in den 1980er Jahren gemacht wurde, gelten als nicht durchführbar.
PM

 


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