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Stadt widerspricht Umweltministerium

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Donnerstag, 25.08.2016 - 15:41
Nicht jeder freut sich über eine mögliche Rückkehr Isegrims. Foto: J. Borris © J. Borris
Nicht jeder freut sich über eine mögliche Rückkehr Isegrims. Foto: J. Borris

Torsten Bauer, gleichzeitig auch Ratsmitglied, hat die fragliche „Resolution des Rates der Stadt Uslar zur Verhinderung einer Rudelbildung von Wölfen und ein sich daraus ergebendes Wolfsterritorium im Solling/Weserbergland“ auch an den niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel übermittelt (wir berichteten zuletzt hier).
In einem Begleitschreiben dazu stellt er klar: „Dabei geht es dem Rat der Stadt Uslar darum, bei den Verantwortlichen ein Problembewusstsein für die besondere Kulturlandschaft des Sollings beziehungsweise des Weserberglandes zu schaffen, deren Erhalt bei der Etablierung eines Wolfsterritoriums gefährdet wäre. Es geht um die ernsthafte Auseinandersetzung mit einer möglichen Gefahr, die nicht erst eintreten sollte, damit sie seitens der Verantwortlichen auch ernst genommen wird. Der Rat der Stadt Uslar fordert mit dieser Resolution ein vernünftiges Wolfsmanagement und bietet dafür Gesprächsbereitschaft und lokale beziehungsweise regionale Informationen an, die dazu beitragen können.“
Es sei dem Rat durchaus bewusst, dass das Durchziehen einzelner Wölfe durch die Region nicht verhindert werden könne. Darum gehe es in dieser Resolution auch gar nicht. Ebenso gebe es keine Forderung nach einer „wolfsfreien Zone“. Ausdrücklich verwahrte Bauer sich gegen die Behauptung einer Sprecherin des Umweltministeriums, der Rat der Stadt Uslar fordere eindeutig zum "Verstoß gegen geltendes Recht" auf.
Anlass, das Thema der Redaktion gegenüber noch einmal aufzugreifen, war aber auch unsere Berichterstttung darüber. Mit der war das Stadtoberhaupt nämlich nicht zufrieden: So hätte die Überschrift der Meldung nicht den korrekten Titel der Resolution (siehe oben) wiedergegeben. "Darüber hinaus gehe es auch nicht vordringlich um eine (inner-)parteipolitische Auseinandersetzung, wie es der Inhalt des Artikels vermuten lässt“.
NJ