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Spaziergänger finden Wolfswelpe: Auswilderung möglich?

Spaziergänger fanden einen einzelnen Wolfswelpen in Sachsen (Symbolbild). © Michael Breuer

Am vergangenen Montag fanden Spaziergänger auf einem Waldweg zwischen Bautzen und Dresden (Sachsen) einen einzelnen Welpen. Er näherte sich den Passanten und begann zu winseln. Es handelte sich laut Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) um einen vier Wochen alten, weiblichen Wolfswelpen.

Ein hinzugerufener Mitarbeiter des sächsischen Wolfsmanagements, welches aktuell umstrukturiert wird, kam hinzu. Laut LfULG sollte der Welpe so vor „übermäßigem Kontakt mit Menschen“ geschützt werden. Allerdings wurde der Wolfswelpe dann an eine Wildtierauffangstation übergeben und dort versorgt.

Elterntiere beunruhigt?

Eine Facebookseite hatte mit einem Post zu diesem Thema angedeutet, dass der Welpe womöglich bei einem „Umzug“ der Elterntiere abhanden gekommen sei. Das LfULG griff diese Theorie in einer Pressemitteilung auf. Durch Beunruhigung der Elterntiere könne es dazu kommen, dass Wölfe während der Aufzuchtzeit einen anderen Bau suchen und es dabei geschehen kann, dass Welpen zurückbleiben.

Weitere Informationen zu dem Verbleib des Wolfswelpen möchte das LfULG derzeit nicht herausgeben: „Um die Möglichkeit einer Rückkehr in die Freiheit nicht zu gefährden, können bis auf weiteres keine Details zu diesem Fall bekannt gegeben werden.“

Auf Rückfrage der Redaktion entgegnete ein Pressesprecher des LfULG, dass der Managementplan Wolf in Sachsen sowie die Sächsische Wolfsmanagementverordnung die rechtlichen Voraussetzungen dafür bieten, einen Wolf, wenn möglich, wieder in die freie Wildbahn zu entlassen.


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