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Spaziergänger finden erlegte Rehböcke im Wald

Redaktion jagderleben
am
Sonntag, 18.10.2020 - 15:51
Rehboecke-Wald © DRB
Die Rehböcke lagen laut Polizei rund 50 Meter von einer Forststraße entfernt neben einem Waldweg.

Spaziergänger fanden am Sonntag 11. Oktober zwei Rehböcke in einem Waldstück (Staatswald) nahe Vilseck. Diese waren aufgebrochen und mit einer Wildmarke versehen. Die Personen benachrichtigten daraufhin den ihnen bekannten Nachbarpächter. Da er den zuständigen Revierleiter nicht erreichte, informierte er die Polizei über den Fund.

Jäger wirft Verantwortlichen Jagdfrevel vor

Der hinzugerufene Nachbarjäger äußert gegenüber der Redaktion, dass er sich über das Verhalten der Bayerischen Staatsforsten, „respektive des Schützen“ ärgere. Zum einen werfe er Jagdfrevel und zum anderen Steuergeldverschwendung vor. Er verstehe nicht, warum die Rehe nicht geborgen und dem Verzehr zugeführt worden seien. Da die Staatsforsten in seinen Augen eine Vorbildfunktion besitzt, hätten die Mitarbeiter die Tiere nicht im Wald vergessen dürfen und fordert, dass die Verantwortlichen „zur Rechenschaft gezogen werden“ sollen.

Rehböcke sollten verworfen werden

Mit den Vorwürfe konfrontiert, erklärt der zuständige Forstbetriebsleiter der Redaktion, dass es sich hier um ein Versehen handelt. Die beiden Rehböcke seien am Tag zuvor auf einer Gesellschaftsjagd erlegt worden, sollten aber – da nicht mehr für den Verzehr geeignet – verworfen werden. Eines der Rehe hatte ein verändertes Gescheide, das andere sei durch einen „schlechten Schuss“ nicht verwertbar gewesen. Der zuständige Revierleiter habe sie am Fundort zwischengelagert, jedoch anschließend vergessen zu entsorgen. Nach Meldung des Fundes habe der Revierleiter am darauffolgenden Montag die Häupter abgeschärft und die Wildkörper wie vorgesehen entsorgt, so der Betriebsleiter weiter. Im Gespräch mit der Redaktion ärgerte sich der Betriebsleiter über den Vorfall und sagte, dass dies nicht wieder vorkommen dürfe.

Polizei wird Fall nicht weiter verfolgen

Laut Polizei begaben sich Beamte am Sonntag zu dem Fundort, jedoch konnten diese keinen Verstoß feststellen – auch ein im Nachgang hinzugezogener Sachverständiger teile diese Meinung. Laut polizeilichen Sprecher handle es sich scheinbar um ein Versehen, dass die Böcke vergessen wurden. Er beschreibt den Vorfall als emotional sehr aufgeladen. Die Beamten sehen keinen Grund den Fall weiter zu verfolgen.


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