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Soldaten gegen Wildschweine einsetzen?

© Deutscher Bundestag/MELDEPRESS

Dass in Rheinland-Pfalz die Grundeigentümer mitunter sehr eigenwillige Vorstellungen davon haben, was es heißt, Inhaber des Jagdrechts zu sein, hat bereits die jüngste Jagdgesetznovelle gezeigt. Der neueste Vorschlag des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd grenzt jedoch ans Absurde: Die Bundeswehr solle gegen die Schwarzwildbestände des Landes in Marsch gesetzt werden, so die Forderung, die "bild.de" in seinem News-Ticker verbreitet.
In dem Bericht wird Bauernpräsident Norbert Schindler zitiert, welcher der Meinung sei, dass anders das Problem nicht mehr gelöst werden könne. Der Präsident des Landesjagdverbandes (LJV), Kurt A. Michael zeigte sich laut "bild.de" emport über den Vorschlag. Die Jäger, so der LJV-Chef, wollen keinen Krieg gegen Wildtiere führen.
Schindler, der für die CDU im Bundestag sitzt, sollte es eigentlich besser wissen: Das Grundgesetz hat dem Einsatz der Bundeswehr ganz enge Grenzen gesetzt, das Schießen auf Wildschweine ist dadurch wohl kaum gedeckt. Spiegel-online nimmt den Bauernpräsident daher auch nicht ganz ernst und meldet ebenfalls rechtliche Bedenken an: "Laut Grundgesetz sind Angriffskriege verfassungswidrig". RJE

Bild: Norbert Schindler, MdB, sollte seinen Vorschlag wohl noch einmal überdenken. Foto: Deutscher Bundestag/ Meldepress