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Shetlandpony in Hünxe getötet und halb aufgefressen – Wolfsriss?

Shetland-Huenxe-FK © Gahlener Bürgerforum Wolf
Das Pony wurde vermutlich durch einen Kehlbiss getötet.

Im Ort Hünxe, nördlich vom Ruhrpott in Nordrhein-Westfalen, wurde in der Nacht vom 10. Oktober auf den 11. Oktober ein Pony gerissen. Da rund 40 Kilogramm Muskelfleisch und Organe gefressen wurden, gehen Anwohner von mehreren Wölfen aus, berichtet die Lokalzeitung NRZ. Das 250 bis 300 Kilogramm schwere Shetlandpony sei durch einen Kehlbiss getötet worden. Ob es wirklich ein Wolf war, konnte bisher noch nicht bestätigt werden. Der Fall sei von einem Mitarbeiter des Landesumweltamt und einem Wolfsberater dokumentiert und Abstrichproben genommen worden.

"Es bereitet mir Sorge, dass nach Schafen, die auf den Weiden geschützt werden müssen, jetzt offenbar auch einzelne Pferde angegriffen werden. Wenn sich der Verdacht bestätigt, dass das Pony von einem oder mehreren Wölfen gerissen wurde, wäre es bereits der dritte Wolfsriss eines Ponys", sagte Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser, die mit dem Halter des Ponys telefoniert hat.

Das Ministerium rät dazu, wo es es logistisch möglich sei, einzelne, kleinere Pferde nicht über Nacht ungeschützt auf der Weide zu halten.

totes Shetlandpony, die Innereien sind zu sehen © Gahlener Bürgerforum Wolf

Rund 40 Kilo Muskelfleisch von der Keule und Innereien fehlten am Pony. Verantwortlich sind höchstwahrscheinlich mehrere Wölfe.

Nicht der erste Riss der Region

45 Wolfsnachweise führt das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen für den Landkreis Wesel seit Herbst 2018 auf. 27 davon alleine in der Gemeinde Hünxe. Zuletzt rissen Wölfe am 04.01.2021 ein Pony in der Gegend.

Besonders Wölfin GW954f, genannt „Gloria“, treibt ihr Unwesen rund um den Ort. Ursprünglich stammt das Tier aus dem Rudel Schneverdingen in der Lüneburger Heide, Niedersachsen. Einen Hobbyschäfer gab wegen der Fähe bereits 2020 frustriert auf, nachdem das Tier einen 1,22 Meter hohen Zaun mit 5000 Volt überwand, so berichtet das Regionalblatt Schermbeck Online.


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