Home News Seuche erreicht Hausschweine

Seuche erreicht Hausschweine

Hohes Ansteckungspotenzial: Hausschweine in Hinterhofhaltung. Foto: FLI © FLI

Der betroffene Betrieb liegt im Bezirk Podlaskie, nur 2,5 Kilometer von der weissrussischen Grenze entfernt. Wie der Deutsche Jagdverband (DJV) mit Bezug auf eine Mitteilung der Europäischen Kommission am 25. Juli mitgeteilt hat, wurde in dieser Region auch schon an ASP verendetes Schwarzwild gefunden. Damit sind in Polen neun Infektionsfälle bei Wildschweinen und einer bei Hausschweinen bekannt. Weitere betroffene Mitgliedsstaaten sind laut EU-Tierseuchen-Meldesystem Litauen (zwei Fälle bei Schwarzwild) und Lettland (Hausschweine: 11 Fälle, Wildschweine: 19 Fälle). Um die Risiken einer eventuellen Ausbreitung der ASP in Deutschland schon im Vorfeld zu minimieren, fordert der DJV die Aufhebung von jagderschwerenden Restriktionen bzw. Befriedungen. „Immer mehr Flächen werden in Deutschland befriedet. Stattdessen müssen wir die Jagd flächendeckend zulassen, um die Bestände im Vorfeld runterzubekommen“, so Anna Martinsohn vom DJV im Gespräch mit jagderleben.
Im April hatte das Friedrich-Löffler-Institut die Empfehlung herausgegeben, dass bei einem tatsächlichen Ausbruch der ASP aber Jagdruhe in dem jeweiligen Areal herrschen sollte, um erkrankte Rotten nicht zu versprengen.
MW