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Sensationsfund: Riesenhirsch aus dem See

Der ausgestorbene Riesenhirsch lebte bis vor etwa 11.000 Jahren in Mitteleuropa (Symbolbild).


Zwei Fischer aus Irland haben einen ungewöhnlichen und beeindruckenden Fang gemacht. Die beiden Männer, Raymond McElroy und Charlie Coyle waren fischen auf dem Lough Neagh westlich von Belfast (Nordirland) als sie den hervorragend erhaltenen Schädel eines ausgestorbenen Riesenhirsch (Megaloceros giganteus) aus dem See zogen.

Zuerst hielten sie den geschwärzten Schädel für ein Stück dunkler Eiche, bis ein Blick über die Seite des Bootes die enorme Trophäe enthüllte, wie Belfast Live berichtete. Der Schädel mit den massiven Schaufeln weist eine Spannweite von über 1,80 Metern auf. Vor vier Jahren war bereits der Unterkiefer eines Tieres der selben Spezies mit einem Alter von mindestens 14.000 Jahren aus dem See geborgen worden.

Megaloceros giganteus waren bis vor etwa 11.500 Jahren in Europa heimisch und starben wegen sich ändernder Umweltbedingungen schließlich aus. Die Schulterhöhe des Tiere konnte rund zwei Meter betragen, mit einer Spannweite des Geweihs von bis zu 3,60 Meter. Zahlreiche Höhlenzeichnungen eiszeitlicher Menschen lassen vermuten, dass die Tiere bei der Jagd eine Rolle spielten. Seine nächsten lebenden Verwandten sind das Damwild. Mit dem Elch ist der ausgestorbene Riesenhirsch nicht näher verwandt. CL


Christian Liehner Redaktionsvolontär bei den dlv-Jagdmedien. Aufgewachsen am Bodensee. Jagdschein während des Studiums der Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg.
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