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Sender überführt Wolf

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Mittwoch, 17.02.2016 - 01:00
Dieser junge Wolfsrüde wurde im Oktober 2015 besendert. Foto: N. Stier/V. Meißner-Hylanová © N. Stier/V. Meißner-Hylanová

Es ist landesweit der einzige Artvertreter, der ein GPS-Halsband trägt. Wie das Umweltministerium nun verriet, ergaben die ausgewerteten Peilungen einen Aktionsraum von rund 350 Quadratkilometern. Der Schwerpunkt liegt dabei, wie von den Wolfsexperten vermutet, in der Lübtheener Heide im Landkreis Ludwigslust-Parchim. In diesem Gebiet wurden allein im vergangenen Jahr sechs Welpen nachgewiesen.
Doch seit Januar unternimmt das Rudel den GPS-Daten zufolge immer wieder Ausflüge. Das Ziel ist das nordöstlich gelegene Forstamt Jasnitz, welches sich rund 20 Kilometer entfernt von der Kernzone befindet. Ebenso wurde aus den Daten deutlich, dass der besenderte Wolf an drei Übergriffen auf Schafe beteiligt war.
Zwei weitere Sender sollen noch in diesem Jahr zum Einsatz kommen. Die Tiere werden dafür mit gepolsterten "Belisle-Fußschlingen" oder mit Kastenfallen gefangen und anschließend betäubt. Finanziert wird das Ganze aus Mitteln der obersten Jagdbehörde. Umweltminister Dr. Till Backhaus freut sich, „dass Jäger, Forstleute und Naturschützer zur weiteren Erforschung des Wolfes Hand in Hand gehen und so wichtige Daten zu Aktionsraumgrößen, Habitatnutzung, Schlafplätzen und Nahrungsspektrum von freilebenden Wölfen ermittelt werden können“. Damit werde die Diskussion rund um den Rückkehrer weiter versachlicht.
PM/BS